Wie erkennst Du Deine Streßreaktion und veränderst sie?

Gehörst Du zu den Personen, die so gerne Ihre Meinung sagen möchten und sich einfach nicht trauen? Oder sagen Dir immer wieder Menschen, dass Du empfindlich bist? Andere Menschen scheinen dagegen ganz einfach Ihre Meinung sagen zu können? Und sehnst Dich danach auch so zu sein?
Wir reagieren ja immer in unseren gleichen stereotypen Mustern – bis wir sie durchschauen und beginnen zu verändern. Leider vergessen wir allzu oft, auch das Zellgedächtnis unseres Körpers zu korrigieren und wundern uns dann, warum wir immer wieder in ähnlichen Situationen landen.
Wenn Du beginnst, Dein Verhalten zu analysieren und dann in eine besser schwingende Reaktion zu verändern, wirst Du Deine Frequenz stetig erhöhen. Und sobald Du die Erinnerung aus Deinem Körper löscht und die neue Schwingung hineinträgst, ist eine wahre Veränderung geschehen.

Um zu verstehen, wie Du „Altes“ aus Deinem Körper verabschieden kannst, ist es wichtig zu verstehen, dass es evolutionsgeschichtlich 3 Stressreaktionen gibt:
1. Kampfreaktion: wie sieht sie aus?
• Früher: haben wir mit dem Gegner oder dem Tier physisch um unser physisches Überleben gekämpft
• Heute: schreien, beleidigen, beschimpfen, drängeln, beschuldigen wir jemand anderen, selten erfolgt eine physische Bewegung (dann würden die Stresshormone nämlich abgebaut werden und es wäre schon ein gutes Stück Veränderung geschehen…).

2. Fluchtreaktion: wie sieht sie aus?
• Früher: wir fliehen vor der Gefahr, rennen weg (auch hierbei lösen sich die Stresshormone auf, da physische Bewegung erfolgt)
• Heute: den Raum verlassen, kündigen, wegziehen, Scheidung, Kontaktabbruch, keine Kommunikation
Es kann sein, dass Du bei der auslösenden Situation in eine Fluchtreaktion tendierst, abends zu Hause in eine Kampfreaktion wechselst.

3. Totstellreaktion „Freeze“: wie sieht sie aus?
• Früher: das Nervensystem schaltet ab und der „Säbelzahntiger“ hält Dich für tot und ist nicht mehr an Dir interessiert. Nachdem der Tiger sich entfernt hat, stehst Du auf und rennst weg (Hormone bauen sich ab…)
• Heute: das Nervensystem schaltet ab in einer traumatisierenden Situation, die nicht lebensbedrohend ist. Danach rennst Du nicht weg, die Stresshormone bleiben im Körper so lange eingeschlossen, bis Du sie löst.
Diese Reaktion wird auch als „Shut-Down“ bezeichnet. Niemand versteht, dass Dir Dein Körper das Gefühl einer fortdauernden Überlebensgefahr sendet. Wichtig ist, den bereist chronisch angestauten Hormoncocktail aus Deinem Körper zu entlassen.

Erkennst Du Dich in der einen oder anderen Reaktion wieder? Vielleicht in allen dreien – je nach Situation?
Wie kannst Du nun etwas verändern – Deine Schwingung erhöhen?
Wenn Du das nächste Mal in einer der 3 Reaktionen landest, dann weisst Du ab heute: es ist ein ganz alter Körperschutzmechanismus, der Dir „erzählt“, dass Du kämpfen, flüchten oder Dich totstellen solltest. Aber diesem Körperschutzmechanismus musst Du nicht nachgehen, denn es herrscht ja keine reale, physische Gefahr.
Und dann beginne folgendes zu verändern:
1) Stoppe Deine Außenreaktion: übe Dich darin, nicht im Aussen zu reagieren. Das ist schon ein langjähriger Prozess, je nachdem wie lange und heftig Dein Nervensystem auf den Stressor reagiert.
2) Beruhige Dein Nervensystem

3) Und dann beginne mit der eigentlichen Transformation:
1. Und wenn die Situation vorbei ist, z.B. Du bist abends zu Hause: dann rufe Dir die Situation in Dein Bewusstsein, beginnst wieder die Ohnmacht, die Wut, etc. zu spüren, lass die ganze Geschichte in Deinem Körper wieder wach werden und beginne
a. Zu kämpfen: schlage auf ein Kissen, brülle herum, sag deine Meinung, stampfe auf den Boden: damit löst DU die festgehaltene physische Reaktion auf und bringst das Qi wieder in Dir zum Fließen – je mehr Situationen wir in unserem Leben hatten in denen wir nicht reagiert haben, umso mehr Lebensenergie stockt in unserem Körper
b. Zu flüchten: stelle Dir vor, wie DU wegrennst, Du rennst um Dein Leben, schreist dabei, wenn Du willst um Hilfe
c. Dich totzustellen: spüre, wie Du Deine Atmung wieder vertiefst, wie Du beginnst zu weinen, zu klagen, vielleicht kommt auch eine erste Flucht- oder Kampfreaktion

d. BEOBACHTE Dein inneres Befinden die ganze Zeit: spüre wie sich Dein Inneres verändert, wie die Atmung tiefer wird, wie DU dich wieder freier fühlst, wie die Muskelspannung sich auflöst…

e. Mache es solange, bis Du tief aufatmest und ein völlig neues Szenario siehst – bis Dein Körper-Geist- System einen neuen Schritt für dieses Problem dir aufzeigt. Das kann mal ganz schnell gehen, dass kann mal ein paar Wochen dauern, in denen du immer wieder daran arbeitest.

Bitte bedenke, dass Transformationsarbeit in den allermeisten Fällen ein Prozeß ist, der nicht an einem Tag abgeschlossen ist, sondern seine Zeit dauert… Transformation bedeutet, dass Du Deine Zellen umprogrammierst – und der Körper besteht aus 30 Billionen Zellen! Sei verständnisvoll und nachsichtig mit Dir – es sind tiefgreifende Veränderungen, auch wenn es sich so leicht anhört…

Ich wünsche Dir alles Liebe,
Hellen.