Wie Du Meditation zu Deiner Selbstheilung nutzen kannst!

Hast Du Dir schon einmal überlegt, warum die innere Mitte so wichtig zu sein scheint? Gefühlt jeder erzählt von der inneren Mitte, aber keiner sagt einem, warum dieser Ort so wichtig ist…

In der Mitte zu sein, bedeutet frei jeglicher Polaritäten zu sein und dadurch findet man innere Stabilität. Denn wenn uns weder gut noch böse, Licht noch Schatten aus der Bahn werfen, dann finden wir nur noch Frieden und innere Ruhe in uns; es geht garnicht anders.

Nun scheint es ja recht schwierig zu sein sie zu finden diese innere Mitte, weil es sie nicht gibt in unserem Sprachgebrauch und auch in unserem medizinischen Verständnis. Wie schaffen wir Menschen aus der westlichen Welt trotzdem leichten Zugang zu ihr zu finden?
Wenn Du Dir überlegst, daß Deine Wirbelsäule Deine physische innere Mitte ist, hast Du schon einen leichteren Zugang – zumal der Kernkanal (=Sushumna) im Yoga gleichzeitig der größte Meridian in unserem Meridiansystem ist und mit dem Ort Deiner Wirbelsäule identisch ist.

Und was ist denn der persönliche Gewinn einer regelmäßigen Meditationspraxis?

1. Ein großes Ziel ist es den Zustand des BEOBACHTERS zu erlernen und dann zu trainieren. Was bedeutet denn der Beobachter zu sein? Das bedeutet, dass Du in Deinem Körperempfinden verweilst und Dich kein Gedanke, kein Geräusch, nichts Dich stören kann und Du einfach nur Deine inneren Empfindungen beobachtest.

2. Das zweite große Ziel ist es SPÜREN zu lernen: weg vom denkenden Gehirn, hinein in den spürenden Körper zu kommen. Dein Herz kann spüren, Dein Kopf kann nicht spüren!

Die positiven Folgen dieses inneren Gewahrseins ist, dass Du eine Mehrdurchblutung in diesem Körpergebiet einleitest (Biofeedback) und dadurch kannst Du langfristig die Engstellen in deinem Körper auflösen. Und da wir viele Engstellen haben, sollten wir das täglich tun. Außerdem ist Meditation der angenehmste Zustand der Welt ist!

Ein Meditaitonsanfänger wird sich sehr schwer tun mit den passiven Meditationen, bei denen er reglos sitzen muss und nur auf sein Inneres achten soll. Da wird schnell der Rücken taub, die Beine schlafen ein, die Hausarbeit „meldet“ sich und muss unbedingt sofort erledigt werden.
Viel leichter für den Einstieg sind die aktiven Meditationen: hier kann man seinem gefühlten Innenleben Ausdruck verschaffen: man darf brüllen, toben, weinen, tanzen, schütteln oder singen und löst auf diese Weise die Körperspannung, um im Anschluss noch 5 – 10 Minuten in eine passive, ruhige Meditation überzugehen, sprich in die Beobachterposition zu wechseln.
Königsziel ist natürlich irgendwann in der passiven, ruhigen Meditation zu landen: der innere Körper wird durch die Sinne wahrgenommen und kann durch diese Präsenz immer mehr befreit werden. Diese Befreiung findet durch reine, innere Visualisation statt – Biofeedback der Oberklasse. Oder auch vergleichbar mit innerer Selbsthypnose.

Und aus diesem Sinnzusammenhang wird auch klar, dass Meditation Selbstheilung ist: durch die Anregung des Energieflusses (also die Steigerung der Durchblutung in bestimmten Regionen) werden alte Erinnerungen befreit und müssen nur beobachtet werden, damit sie durch die Atmung aus uns heraus geatmet werden können. In der Schulmedizin nennt man das Anregung des Energieflusses auch „Anregung der Selbstheilungskräfte“.

Wenn Du nun sagst, ich probiere doch schon ewig zu meditieren, aber es klappt nicht. Dann möchte ich Dir auf diesem Wege sagen, dass es reine Übungssache ist!
Am Anfang ist es völlig normal, dass Dein Mind stärker als Deine Körperwahrnemung ist. Aber lasse Dich davon nicht abschrecken, sondern übe immer weiter. Deine Körperrezeptoren müssen sich erst umbilden und der Fokus auf Deinen inneren Körper muss erst stabiler werden.
Stell Dir einen Dschungel vor, durch den ein neuer Weg entstehen soll: am Anfang ist tiefer Dschungel, man geht hindurch und der Weg ist nur als Trampelpfad leicht sichtbar. Wenn Du täglich diesen Weg entlang gehst wird aus diesem Trampelpfad ein sichtbarer Weg auf dem keine störenden Pflanzen mehr wachsen werden. Und genauso ist es wichtig, einen neuen Rezeptorenweg durch Deinen Körper zu schlagen, der mächtiger ist als die „Denkrezeptoren“.

Jetzt weisst Du, welch wichtiges Instrument die Meditation für Deine innere Heilung ist!

Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Erforschen Deines Innenlebens – wenn ich Dir dabei eine Hilfe sein kann, dann freu ich mich von Dir zu hören.
Alles Liebe Dir!
Hellen