Streß mit Grund: Wie Du lernst Deine Stressoren als Spiegel zu sehen

Kennst Du das, dass Du am liebsten die Straßenseite wechseln möchtest, wenn Du manche Menschen siehst? Und eigentlich haben sie dir garnichts getan? Und weisst Du woran das liegt? Unsere gesamte Welt spiegelt uns und unsere inneren Ansichten, Gedankenwelten: wir sehen unsere inneren Ansichten, sowohl die positiven, als auch unsere negativen Seiten.
Hast Du schon etwas vom Spiegelgesetz, dem Gesetz der Resonanz gehört?
Es bedeutet, dass alles, was Du in Deinem Inneren abgespeichert hast und Dir unbewusst ist, im Aussen sichtbar wird. Sowohl das Positive als auch das Negative. Wenn Du z.B. unterdrückte Wut abgespeichert hast, wirst Du in anderen Personen ihre unterdrückte Wut wahrnehmen, oder Du hast vielleicht ein geschwächtes Selbstwertgefühl, dann beobachtest Du das Selbstbewusstsein anderer Menschen besonders intensiv.

Wieso ist das so interessant?
Wenn Du beginnst, nicht mehr auf Deinen Spiegel, den Stressor stereotyp zu reagieren, sondern beginnst  ihn als Spiegel zu sehen, hast Du ein kontinuierliches Selbst-Coaching-Instrument an der Hand: das Universum gibt Dir quasi stets Tipps woran Du noch arbeiten kannst!

Wenn Du dagegen versuchst Deine Spiegel abzulehnen oder sie zu umgehen, werden diese Spiegel immer präsenter werden in Deinem Leben in Form von bestimmten Menschen oder Situationen,  solange bis Du nicht drumrum kommen wirst, dich darum zu kümmern.

Warum ist das so?
In Deinem Innen läuft ein unbewusster Film ab: Deine Gedanken, Deine Körperspannung, Deine Emotionen, Deine Beziehungen und somit Dein kompletter  Energiekörper strahlt diese Fülle an Informationen in die Welt und die Welt reflektiert Dir Deinen eigenen Kinofilm, indem Du in Menschen, die dir begegnen oder in Situationen, die dir geschehen deine unbewussten Muster:
Du siehst sowohl das Schöne, das unbewusst in dir schlummert (meistens sind wir dann neidisch auf andere Personen, weil wir nicht verstehen, dass genau dieser Diamant in uns schlummert). Du siehst aber auch die Schattenaspekte Deiner selbst im Außen; sie sind für uns oft unerträglich und die Personen, die sie uns spiegeln lehnen wir dann ab.
Wenn Du aber die Spiegel als Resonanz betrachtest und beginnst sie zu akzeptieren und anzunehmen, dann verändern sich die Spiegel und lösen sich auf!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass schon ein Akzeptieren des Spiegels wahrhafte Veränderungen mit sich bringen kann. Von heute auf morgen!
Wenn Du in Deinem Innen etwas veränderst, dann veränderst Du es im Außen, in der Welt.
Und es ist egal, ob Du mit Deinen Gedanken, Deinem Körper, an Deinen Ernährungsgewohnheiten, oder was auch immer DU veränderst – es wird etwas in deinem Außen verändern.

Und wie kann ich nun meine Stressoren als Spiegel akzeptieren?

Gehe genauso vor, wie ich es schon in meinen anderen Blogbeiträgen geschrieben habe:

Beende Deine stereotype Außenreaktion, beruhige Dein Nervensystem, löse den Energie-Stau in Dir auf, bis Du einen klaren Kopf hast und DANN konzentriere Dich auf den Stressor:

  • Woran erinnert mich diese Situation, dieser Mensch? Welches Gefühl spült es hoch? Vielleicht ist es ein Geruch, ein Klang, ein Wort, etwas das DU siehst. Wie verändert sich Deine Körperspannung? Welche Erinnerung kommt hoch?

Mit Sicherheit wird Dich Dein Spiegel an etwas aus Deiner Kindheit oder Jugend erinnern. Sobald Du das weißt, brauchst Du keine Erinnerung mehr – es ist in Dein Bewusstsein gelangt und kannst die Erinnerung auflösen:

o Atme sanft und regelmäßig
o Steige nicht ein in die Emotion, sondern bleibe der Beobachter
o Bewege dich so wie es sich gut anfühlt – vielleicht willst Du mal springen, ein anderes mal ganz sanft bewegen
o Höre dir schöne Musik an
o Lass Tränen zu
o Gähne
o Mache Gesichtsyoga
o …
Und dann schau mal, wie sich Dein Innenleben verändert, wie sich deine Einstellung zum Stressor, Spiegel verändert.
Das geht nicht von heute auf morgen, aber steter Tropfen höhlt den Stein! Jeden Tag ein bisschen.

Und was ist, wenn Du Deinen Spiegel absolut unerträglich findest? Dann mache jeden Tag ein bisschen Veränderung – Du hast Dein ganzes Leben lang Zeit – manche Spiegel sind so uralt, dass sie uns immer wieder in veränderter Form begegnen.
Ich liebe den Film „Und täglich grüßt ein Murmeltier“: hier erlebt ein Mann immer wieder denselben Tag, bis er beginnt ganz bewusst täglich etwas Neues dazuzulernen, solange bis er völlig verwandelt einen neuen Tag erlebt, vielleicht inspiriert Dich dieser Film?

Alles Liebe Dir,

Hellen.