Was bedeutet Opfer- / Schöpferbewusstsein aus körpertherapeutischer Sicht?

Ich kenne aus meiner eigenen Familie die Einstellungen des Opferbewusstseins! Ich selbst wollte mich aber mit diesen limitierenden Gedanken nicht identifizieren, deswegen habe ich alles mögliche versucht, um von der Verliererseite auf die Gewinnerseite zu wechseln!

Aus meinem damaligen Blickwinkel betrachtet, lebte ich im Schöpferbewusstsein, aber meine innere Realität war eine andere, nur war mir das nicht bewusst…

In Seminaren ist es mir regelmäßig passiert, dass jemand „Du Opfer“ zu mir sagte! Es traf mich jedes Mal wie eine Ohrfeige! Und ich verstand nicht, was sie meinten. Tat ich doch alles, um endlich aus meinem Teufelskreis rauszukommen…

Diese Aussagen taten sehr weh, aber sie bewirkten etwas in mir, denn ich sah nochmals in mich hinein! Analysierte, was genau sie meinten, wenn sie „Du Opfer!“ zu mir sagten.

Und dann entdeckte ich, dass ich sehr oft von meiner „Geschichte“, meiner Vergangenheit erzählte. Mein Anliegen war zwar, dass mir endlich jemand helfen und verstehen würde und meine Hoffnung war, dass ich einen Tipp bekommen würde, wie ich endlich alles verändern kann…

…aber die Tipps, die ich bekam, verstand ich nicht!

Wir erleben uns selbst in den verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich: mal sind wir machtvoll, mal erleben wir uns ohne Macht, ohnmächtig!

Ich wirkte im beruflichen Bereich immer sehr verantwortungsbewusst, in meinem Privatleben und bei privaten Unterhaltungen war ich innerlich allerdings immer auf der Flucht…

Wie sieht es bei Dir aus? Welche Work-Life-Balance Bereiche laufen gut bei Dir und welche sind schon immer schwierig für Dich?

Privat, Beruflich, Selbstfürsorge, Partnerschaft, Sport, sachliche Kommunikation, private Kommunikation? Welcher Bereich funktioniert gut und welcher weniger gut für Dich?

Wie kannst du das Nein in ein Ja verändern? (Klick auf das Bild…)

Werde Dir bewusst, wann Dein Körper im Kampf- und Fluchtmodus festhängt!

Wie reagierst Du in welcher Situation -innerlich? Sobald Du Kampf oder Flucht in Dir spürst, bist Du im Opfermodus!!!

Und wenn Du kämpfen oder wegrennen möchtest, fühlst du Gefahr in Dir, Du fühlst Dich bedroht und schwächer! In Dir läuft unbewusst das Glaubensmuster: der andere ist gefährlich, ich bin schwach, also muss ich kämpfen oder flüchten.

Erinnere Dich: im Opfermodus zu sein, bedeutet physisch „eng sein“ – logische Konsequenz ist: bringe den Körper wieder in die natürliche Weite:

  • Atme | Wirkung: Regulation von Para- + Sympathikus!
  • Yin-Yoga | Wirkung: Loslassen der (Enge)Spannung!
  • Yoga | Wirkung: bringt Balance zwischen Yin + Yang! 
  • Sport | Wirkung: Auspowern des Sympathikus!
  • Meditation | Wirkung: Körperbewusstsein wahrnehmen lernen – um die Unterschiede zwischen Enge und Weite zu spüren! 

Das alles sind fantastische Tore, die Deinen Körper wieder in die Neutralität, bzw. ins Weitsein zurückholen! 

Was kannst du in akuten „Trigger-Situationen“ tun? (Klick auf das Bild…)

Wie reagieren bei einer akuten „Trigger-Situationen“?

Also dann, wenn sich alles in Dir zusammenzieht und Du schreiend wegrennen möchtest oder aber der Welt sagen möchtest, was Du von ihr denkst?

Werde Dir bewusst: es ist ein langjährig trainierter „Engwerde-Prozess“, der wieder umtrainiert werden muss! Die meisten Menschen wünschen sich sofort perfekt reagieren zu können. In Wahrheit geht es aber darum, zu lernen und zu erfahren, was für einen persönlich die perfekte Reaktion sein könnte! Deswegen ist es für Dich wichtig viele kleine Schritte in Richtung „Weitbleiben“ auch in Stresssituationen zu gehen!

Wichtige Schritte, um in akuten Situationen souverän bleiben zu können:

  • Atme tiefer, ruhiger | es wird etwas dauern, bis Dein Körper auf Dich reagiert, aber bleib dran, es funktioniert!
  • Beruhige Dich innerlich mit der Affirmation: „ich bin ganz ruhig“!
  • Stelle Dir innerlich vor, wie Du wegrennst (der Körper reagiert auf Visualisationen ähnlich wie auf reale Bewegungen!)
  • Reagiere erst mal nicht, sondern schlafe eine Nacht drüber! Dein Nervensystem beruhigt sich und die Welt sieht am nächsten Tag anders aus – man muss nicht immer reagieren!
  • Mache sofort, wenn Du nach Hause kommst, ein paar Bewegungsübungen, um dein Nervensystem zu beruhigen!
  • Beende unbedingt die Gedankenschleife in Dir – beende die innere Geschichte des „Opferseins“ (Dein Nervensystem reagiert auf Deine Gedanken! Du hältst dann die Geschichte länger am Leben, als sie es wert wäre!)
  • Gehe spazieren, reagiere dadurch den Sympathikus ab und komme bewusst in der Entspannung an!
Hellen Lührs
Hellen LührsEnerQi | Energie- & KörperbewusstseinsCoaching
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